Vitamin E

Vitamin E findet sich zu Hauf in kosmetischen Produkten. Wirft man einen Blick auf die Inci Listen, wird man schnell fündig: Tocopherol. Denn Vitamin E schützt in einer kosmetischen Zubereitung davor, dass andere Inhaltsstoffe oxidieren. Lange Zeit wusste man nicht, dass seine antioxidative Wirkung auch im menschlichen Körper eine zentrale Rolle spielt [1].

Kategeorie

Antioxidans, Feuchtigkeitsbindung

Einsatzkonzentration
  • bis 5 % in Kosmetika als Antioxidans [1]
  • bis 10% in feuchtigkeitsspendenden Produkten [5]
  • auch in hohen Konzentration wirkt Vitamin E nicht hautreizend, irritierend oder allergisierend [1]
  • < 2% als Oxidationsschutz des Produkts [1], keine Wirkung bei UV-induziertem Licht [5]
  • In Cremes für den therapeutischen Einsatz bis 25% [1,5]
Inci und Derivate

Vitamin E ist der Oberbegriff für eine Reihe von fettlöslichen Molekülen mit Chromanring und Kohlenwasserstoffseitenkette (s. Foto). [2]

Die gängigsten Tocopherole sind das biologische RRR-α-Tocopherol sowie das synthetische α-Tocopherol. Sie gelten als die wirksamsten. [2]

In Kosmetikprodukten finden sich häufig Ester wie das Tocopherolacetat (Inci: Tocopheryl Acetate), eine Vorstufe des Vitamin E, das keine antioxidative Wirkung aufweist, aber im Körper in seine eigentliche Wirkform, das freie Vitamin E, gespalten wird. [2,5] Bei der Spaltung entstehen zwei spiegelbildliche Tocopherole. Der Körper kann nur das verwerten, was identisch zum biologischen Tocopherol ist. [1]

Gewinnung

Vitamin E kommt in vielen Pflanzenölen vor. Avocadoöl als fettes Öl eignet sich aufgrund seines hohen Gehalts besonders. [1]

Formulierung

Fettlösliche Substanz. Mikro- und Nanoemulsionen verbessern die Wirksamkeit, während Vitamin E in W/O-Emulsionen (und Vaseline) die Haut nur schwer penetrieren kann. 

Facts

In den letzten Jahren hat die Vitamin-E-Forschung einen ordentlichen Zahn zugelegt. Immer mehr Studien zeigen, welche zentrale Rolle Vitamin E in unserem Körper einnimmt. Sauerstoffmoleküle in unserer Haut reagieren mit UV-Licht. Das Molekül verliert bei der Spaltung ein Elektron. Diese Stelle möchte es nun neu besetzen. Diese so entstandenden bindungsfreudigen Moleküle nennt man freie Radikale. Was ist nun so schlimm an ihnen?

Auf der Suche nach Reaktionspartnern verbinden sich die freien Radikale mit allem, was ihnen in die Quere kommt, um ihr fehlendes Elektron wieder zu bekommen. Dadurch entstehen immer mehr freie Radikale. Eine gewisse Menge kann der Körper von selbst bewältigen. Gefährlich wird es in großen Mengen unter Einwirkung von Sonnenstrahlung, Ozon, Stress oder Alkohol. Dann kommt es zu zytotoxischen Aktivitäten der freien Radikale: sie greifen die Hautzellmembranen und DNA der Hautzellen an, um ein Elektron zu bekommen. Die Folge: geschädigte Hautzellen. Mit anderen Worten: Die Haut und das Bindegewebe verliert an Elastizität, wird trocken und die Faltenbildung wird vorangetrieben. Nun... was macht Vitamin E?
Vitamin E verbindet sich mit den freien Radikalen und blockiert die Andockstellen. [4,5]

  • sehr verträglich [1]
  • als Antioxidans schützt es die Haut vor frühzeitiger Hautalterung/ Photoaging sowie oxidativem Stress [2,5]
  • mildert Fältchen, indem der Kollagenabbau gehemmt wird - Verbesserung der Elastizität und Spannkraft [3]
  • mildert Pigmentflecken [1]
  • hautglättend [1] [4]
  • verbessert die Hydratisierung der Hornschicht [1]
  • reduziert den TEWL [5]
  • verbesserte Wasserbindekapazität [3,5]
  • Lichtschutz (LSF 4) [1]
  • Widerstandskraft gegenüber Noxen [1]
  • verbesserte Wundheilung (schwächere Narbenbildung) [1]
  • wirkt entzündungshemmend [2]
Dream Team

Die Kombination verschiedener Antioxidantien kann die Wirkung von Vitamin E potenzieren. Besonders sinnvoll ist der Einsatz von Vitamin E und anderen Antioxidantien im Sonnenschutz bzw. einer Tagespflege mit LSF.

Good to know

Vitamin E schützt nicht nur auf der Haut gegen UV-induzierter Hautalterung, sondern bekämpft freie Radikale auch im Körper. Daher ist es wichtig, Antioxidantien auch über die Nahrung aufzunehmen. Vitamin E findet sich wie alle Vitamine vor allem in Pflanzen und pflanzlichen Ölen [3]. Ein Apfel enthält beispielsweise nicht nur reichlich Vitamin C und E, sondern auch die Vitamine B1, B2, B6 sowie Niacin, Folsäure, Eisen, Magnesium, Flavonoide, Carotinoide, Katechine, ungesättigte Fettsäuren.....

In diesen Produkten findest du Vitamin E

Literaturangaben

[1] Ellsässer: Körperpflegekunde, S. 69 f.

[2] Kerscher: Dermatokosmetik, S. 92-93.

[3] Raab/ Kindl: Pflegekosmetik, S. 13 f.

[4] Bährle-Rapp: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege, 4. Auflage: Springer (2012).

[5] Datenblatt GDCh: Vitamin E.

Dermaviduals: Vitamine in der Kosmetik.

Olionatura: Tocopherol.

Wikipedia: Tocopherol.

 

 

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