Hey, ist dir schon mal eine Sonnencreme aus dem letzten Sommer in die Hände gefallen und du hast dich gefragt, ob sie eigentlich noch gut ist? Egal, du nutzt sie trotzdem, stellst dir dann aber schon die nächste Frage: Warum muss man Sonnencreme eigentlich ganze 20 Minuten einwirken lassen? Und überhaupt: Trage ich Make-up vor oder nach dem Sonnenschutz auf? Wie so viele andere Verbraucher*innen hast auch du bestimmt schon einiges über Sonnencremes gehört. Du hast Mythen rund um die einzig richtige Anwendung, die Haltbarkeit und die Wirkung von Sonnencremes satt? Dann bist du hier genau richtig! Anhand von 5 Mythen erkläre ich dir, ob da etwas dran ist und was du wirklich wissen solltest.

Wer schreibt?

Sarah Schunter eattraincare

Ich bin Sarah, Biochemikerin und Bloggerin, komme aus München und informiere auf meinem Blog eat I train I care über ganzheitliche Gesundheit, die sich für mich vor allem aus drei Dingen zusammensetzt: Ernährung, Sport und Hautpflege. Ich biete auch ein persönliches Skincare Coaching an für alle, die sich im Hautpflege Dschungel nicht zurecht finden, aber nichts falsch machen wollen. In meinem Inci Wiki teile ich tiefgehendes Wissen über Hautpflege und ihre Inhaltsstoffe! 

Mythos 1: „Sonnencreme ist nur 1 Jahr haltbar.“

Die Antwort ist ein klares Jein. Sonnencreme sollte man nicht länger als ein Jahr verwenden, wenn die Creme während der Sommermonate häufig der prallen Sonne und den heißen Temperaturen ausgesetzt war. Lagerst du eine Sonnencreme jedoch kühl, trocken und von Licht geschützt, ist diese ohne weiteres länger haltbar und verliert auch nicht ihre schützende Wirkung.

Tatsächlich sind die meisten UV-Filter im Gegensatz zu manch anderen Stoffen in einer Sonnencreme sehr stabil. Während UV-Filter gegenüber Hitze oder Sonne durchaus robust sind, mögen bestimmte Fette, Öle oder Hilfsstoffe die heißen Temperaturen deiner Strandtasche ganz und gar nicht. Wird eine Sonnencreme falsch gelagert, kann es dazu führen, dass sich die Zusammensetzung der Creme ändert und sie sich nicht mehr so angenehm auf der Haut anfühlt. Auch wenn sich Farbe und Geruch verändern, hat deine Sonnencreme ihre besten Tage hinter sich. 

Im Idealfall nutzt du deine Sonnencreme aber ohnehin so regelmäßig und ausreichend, dass diese nicht älter als ein Jahr wird, denn Sonnenschutz gehört zu jeder Morgenroutine dazu. ;)

Mythos 2: „Make-up mit SPF kann eine Sonnencreme ersetzen.“

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Dein Make-up ist mit einem Lichtschutzfaktor wie LSF oder SPF versehen? Sehr gut! Leider heißt das aber nicht, dass du ab sofort auf eine Sonnencreme verzichten kannst. Daher ist dieser Mythos leider zu schön um wahr zu sein.

Was uns die Beauty-Industrie häufig nicht verrät, ist, dass der Sonnenschutzfaktor der meisten Make-up Produkte meist viel zu niedrig ausfällt. Tatsächlich wird vermutlich niemand freiwillig genug auftragen, um den angegebenen Lichtschutz zu erreichen. Daher macht es mehr Sinn, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu nutzen (LSF 30 oder mehr) und dann darüber ein Make-up zu verwenden.

Übrigens: Ein grober Richtwert für die passende Auftragsmenge an SPF-haltigem Produkt für das Gesicht sind etwa 1,2 bis 1,5 Gramm. Hast du wie die meisten Verbraucher*innen nicht jeden Morgen eine Waage zur Hand, verwende grob zwei Fingerlängen des Produkts.

Mythos 3: „Sonnencreme muss 20 Minuten einwirken, bevor sie wirksam ist.“

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Das ist ein Mythos! Sonnencreme schützt die Haut sofort nach dem Auftragen vor UV-Strahlung. Die Annahme, dass sich UV-Filter erst aktivieren müssen, ist falsch. Warum befindet sich auf Sonnenschutzprodukten dann trotzdem der Hinweis, man solle sie 20 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen?

Die Zeitangabe bezieht sich dabei auf die sogenannten Filmbildner. Diese sorgen dafür, dass sich nach dem Auftragen der Sonnencreme auf der Haut ein gleichmäßiger Film des Sonnenschutzes bildet. Dieser Prozess dauert in der Regel 10 bis 20 Minuten, daher die Zeitangabe:

Mythos 4: „Nachcremen verlängert den Sonnenschutz.“

Diese Annahme ist weit verbreitet und dennoch ein Mythos. Nachcremen erhält nur den bisherigen Sonnenschutz aufrecht, verlängert aber nicht erneut die Zeit, die du je

4_Tipps_für_Schutz_UV-Strahlen_ Die_perfekte_Menge_3nach Hauttyp maximal in der Sonne bleiben kannst.

Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 verlängert die Eigenschutzzeit deiner Haut um den Faktor 30. Zu abstrakt? Dann werfen wir einen Blick auf dieses Rechenbeispiel: Kannst du ohne Schutz nur 10 Minuten in der Sonne sein, bevor Du einen Sonnenbrand bekommst, verlängert ein Sonnenschutz mit LSF 30 diese Zeit auf insgesamt 300 Minuten. Das sind ungefähr 5 Stunden. Diese Zeit ist die maximale Tagesdosis an Sonne die du verträgst, bevor deine Haut in Mitleidenschaft gezogen wird. 

Nachcremen ist dennoch wichtig, denn meist tragen wir ohnehin zu wenig Sonnencreme auf oder entfernen sie durch Baden oder Abtrocknen wieder von der Haut.

Mythos 5: „Antioxidantien boostern den Sonnenschutz.“

Zunächst sei gesagt, dass der Begriff Booster natürlich Raum für Interpretation lässt und nicht genormt ist. Was wir gemeinhin darunter verstehen, ist so etwas wie unterstützen. Im Zusammenhang mit Sonnenschutz leistet der Einsatz von Antioxidantien genau das: eine Unterstützung. 

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UV-Strahlung erzeugt in der Haut freie Radikale, die auch Oxidantien genannt werden. Diese können der Haut schaden, Entzündungsreaktionen fördern und die Hautalterung beschleunigen. Zum Schutz der Haut kommen Antioxidantien zum Einsatz, die dazu in der Lage sind, freie Radikale zu neutralisieren. Gemeinsam sorgen UV-Schutz und Antioxidantien dafür, den Anteil freier Radikale in der Haut zu senken. Aus diesem Zusammenspiel, einer Art Synergie, ist im blumigen Sprachgebrauch des Marketing die Formulierung des Boosterns entstanden. Eines ist klar: Antioxidantien gehören in jede gute Sonnencreme. Besonders häufig trifft man dabei zum Beispiel auf Vitamin C oder Vitamin E.

Ich hoffe, dass ich einige Mythen rund um das Thema Sonnenschutz für dich aufdecken konnte. Du suchst noch nach einer Creme, die sich easy in deinen Alltag integrieren lässt? Die Tagescreme von Skincerely Yours mit LSF 30 schützt deine Haut nicht nur vor UV-Schäden, sondern spendet auch Feuchtigkeit und versorgt deine Haut mit Antioxidantien. Einfach morgens am Ende deiner Pflegeroutine großzügig auftragen und schon bist du startklar für den Tag!

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Du hast noch Fragen oder Anregungen für mich zum Thema Sonnenschutz? Dann schreibe deine Nachricht doch gerne unten in die Kommentarspalte. 

Alles Liebe, 

deine Sarah


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